Picknick am Wegesrand von Arkadi und Boris Strugatzki
Picknick am Wegesrand: Utopische Erzählung von Arkadi und Boris Strugatzki
Kosmische Besucher sind auf der Erde gelandet und hinterliessen dort verseuchte Zonen. Die Herkunft der Besucher und ihre Absichten bleiben ungeklärt, doch haben sie in den Zonen unerklärlichen Gegenstände und Phänomene zurückgelassen, die von der irdischen Wissenschaft erforscht werden. Der Protagonist, Roderick Schuchart, entwickelt sich im Verlauf des Romans vom Laboranten in der US-amerikanischen Filiale des Instituts zum >>Schatzsucher<<, der aus den Zonen ausserirdische Objekte schmuggelt und verkauft. Bei einem seiner legalen Besuche der Zone kommt sein Freund und Vorgesetzter Kirill, ein Russe, ums Leben. Daraufhin gibt Schuchart seine Arbeit im Labor auf. Bei einer illegalen Übergabe von Gegenständen wird Schuchart verhaftet. Zurück aus dem Gefängnis, versucht er mit Hilfe eines Jungen, dem Sohn seines Auftraggebers, die >>goldene Kugel<< zu finden, eine Maschine, die jeden Wunsch erfüllt. Um diese Kugel zu bekommen, opfert Schuchart den Jungen. In seiner Verzweiflung, nicht den richtigen Wunsch äussern zu können, wiederholt er die letzten Worte des gestorbenen Jungen. Danach bricht die Geschichte ab – das Ende bleibt offen.
Die Brüder Strugatzki gelten weltweit als die bekanntesten russischen Sciencefiction-Autoren. Ihre frühen Werke schrieben sie unter dem Einfluss des sozialistischen Realismus, zunehmend behandelten sie ernsthafte philosophische und gesellschaftskritische Probleme. Mit ihrer eigenen, häufig an Volksmärchen angelehnten, grotesken Form und einer alltäglichen, direkten Sprache erreichen sie eine auf simple Sätze reduzierte Moralbotschaft, die den Leser zum Nachdenken anregt.




